Bovensiepen Zagato 2025
- Mahmut Özsöz
- 12. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Zagato trifft Bovensiepen – eine Liaison mit Stil
Zagato – ein Name, der in der Automobilwelt wie ein Donnerhall klingt. Die Mailänder Designschmiede steht für handgefertigte Eleganz und ikonische Karosserien. Weniger bekannt, doch in Kennerkreisen hochgeschätzt: die Familie Bovensiepen, die hinter der exklusiven BMW-Veredelungsschmiede Alpina steht. Nun haben sich diese beiden Traditionshäuser zusammengeschlossen – und gemeinsam ein außergewöhnliches Coupé auf die Räder gestellt. Dabei beschreiten sie einen Weg, der so eigenständig ist wie das Fahrzeug selbst.

Kaum war die Tinte unter den Verträgen zur Übernahme von Alpina durch BMW getrocknet, liefen bereits die Arbeiten am ersten Modell des neuen Kapitels auf Hochtouren. Während man in München künftig den traditionsreichen Namen Alpina weiterführt, schlagen die Gründer eine eigene Richtung ein – mit klarer Botschaft: Von nun an prangt der Familienname Bovensiepen selbstbewusst auf dem Kühler.

Die Basis des Bovensiepen Zagato – ein Coupé mit ungewöhnlichem Ursprung
Zwei mögliche Spender drängen sich auf: Mit 4,94 Metern ist der Zagato sieben Zentimeter länger als ein BMW M8 Coupé und sogar 14 Zentimeter länger als ein M4 Coupé. Doch weder der eine noch der andere dient als Basis. Tatsächlich basiert dieses exklusive Edel-Coupé auf dem BMW M4 Cabrio. Überraschend, denn öffnen lässt sich das Dach des Buchloer Boliden nicht.
Warum also ein Cabrio als Grundlage?Die Antwort liegt in der Konstruktion: Das serienmäßige M4 Coupé besitzt aus Gründen der Karosseriesteifigkeit eine B-Säule – unverzichtbar für die Struktur, aber ein Stilbruch für ein klassisches Coupé-Design. Genau das wollte Bovensiepen vermeiden. Das Ziel: ein echtes Hardtop-Coupé alter Schule – ohne B-Säule, mit vollständig versenkbaren Seitenscheiben. Und genau das prägt den unverwechselbaren Look des Zagato. Wer genau hinsieht, erkennt die feine Trennlinie zum aufgesetzten, fest verschraubten Dach – gekrönt von den typischen Zagato-Bubbles, die elegant in die doppelt gewölbte Heckscheibe übergehen. Ein Designstatement: extrem elegant, extrem selten, extrem aufwendig.





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