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Der "Yugo" kommt zurück


So manches Automodell hat bereits ein erfolgreiches Comeback gefeiert: BMW interpretiert den „Mini“ seit 2001 neu, Fiat brachte den „500“ zurück auf die Straße und Volkswagen ließ den Käfer zunächst als „New Beetle“, später als „Beetle“ wiederauferstehen. Besonders im Elektrosegment erlebt Retro-Design derzeit eine Renaissance. Der Elektrovan ID. Buzz greift die Gene des legendären VW Bulli auf, während die Franzosen mit dem Revival des Renault 5 aktuell für viel Aufmerksamkeit sorgen.


Nun soll das nächste Kultauto der 1980er-Jahre auf der Nostalgiewelle reiten – und es ist eines, mit dem wohl nur wenige gerechnet hätten: Der einstige Exportschlager aus dem ehemaligen Jugoslawien steht vor seinem Comeback. Der Yugo soll zurück auf die Straße kommen.



Möglich macht das Aleksandar Bjelić, Experte der Automobilzulieferbranche in Deutschland, Unternehmer und Universitätsprofessor. Er hat die Markenrechte am kantigen Kleinstwagen des jugoslawischen und später serbischen Herstellers Zastava erworben. Bjelić plant eine moderne Neuinterpretation des Yugo. Ein fahrfertiger Prototyp soll 2027 auf der Expo in Belgrad der Öffentlichkeit präsentiert werden.



Der attraktive Preis machte bereits den ursprünglichen Yugo zu einem weltweiten Erfolg. Als einziges osteuropäisches Auto wurde er sogar in die USA exportiert, wo er mit einem Einstiegspreis von 3.990 US-Dollar zahlreiche Käufer fand. Der Kleinwagen avancierte rasch zum Kultobjekt – allerdings aus wenig schmeichelhaften Gründen.


In den Vereinigten Staaten wurde der Yugo zum Sinnbild des kleinen, billigen und qualitativ minderwertigen Autos. Unzählige Witze begleiteten seinen Ruf. Einer der bekanntesten lautete: „YUGO nowhere“ – ein Wortspiel und eine Anspielung auf seine mangelnde Zuverlässigkeit, frei übersetzt: Mit diesem Auto kommt man nirgendwo hin.


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