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Eislaufen auf dem See


Eislaufen auf einem zugefrorenen See ist ein besonderes Erlebnis – eines, das jedoch mit großer Vorsicht zu genießen ist. Der aktuelle Kälteeinbruch hat Österreich fest im Griff: von Wien über Niederösterreich und das Burgenland bis in alle anderen Bundesländer. Infolge der anhaltenden Minusgrade frieren vielerorts Seen zu und laden dazu ein, die Eisfläche zu betreten.


Wer sich jedoch sicher mit Schlittschuhen auf einem See bewegen möchte, sollte sich unbedingt bei den zuständigen Behörden bzw. Gemeinden über eine offizielle Freigabe informieren. Denn nicht jede Eisfläche ist tragfähig – auch wenn sie auf den ersten Blick stabil wirkt.

Grundsätzlich gilt: Warnhinweise sind unbedingt zu beachten. Vor dem Betreten einer Eisfläche sollte deren Tragfähigkeit geprüft werden. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) darf sich das Eis unter Belastung keinesfalls bewegen. Warnsignale sind sichtbare Risse, Luftblasen oder knackende Geräusche. Auch dunkle Stellen deuten auf eine zu dünne Eisschicht hin.


Besondere Vorsicht ist zudem bei Bootsanlegestellen und anderen Unterbrechungen der Eisdecke geboten. Gleiches gilt für Bereiche mit Zu- und Abflüssen eines Gewässers, da das Eis dort häufig deutlich instabiler ist, so das KfV.


Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) verletzen sich in Österreich jedes Jahr rund 4.000 Menschen beim Eislaufen. Im Jahr 2024 entfielen dabei 83 Prozent der Verletzungen auf Knochenbrüche, besonders häufig betroffen sind Handgelenke und Unterarme.

Besonders gefährlich können Stürze auf den Kopf sein. Dennoch tragen laut einer KfV-Erhebung nur 15 Prozent der Eisläuferinnen und Eisläufer einen Helm. Am höchsten ist die Helmquote mit 32 Prozent bei Kindern, während sie in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen mit lediglich einem Prozent am niedrigsten ausfällt.



Richtiges Verhalten bei einem Einbruch ins Eis

Bemerkt man, dass eine Person ins Eis eingebrochen ist, sollte umgehend der Notruf gewählt und der Rettungsdienst verständigt werden – Feuerwehr, Rettung oder Polizei. Wichtig ist es, sich die genaue Stelle des Einbruchs einzuprägen, um den Einsatzkräften den Ort möglichst präzise beschreiben zu können. Darauf weist auch die Feuerwehr im Rahmen der Rettungskette hin.


Eigene Bergungsversuche sollten laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ausschließlich mit entsprechender Sicherung erfolgen – etwa durch ein Seil oder mithilfe einer zweiten Person. Zudem muss die Tragfähigkeit der Eisfläche geprüft werden. Der Annäherung an die eingebrochene Person sollte liegend auf einer möglichst breiten Unterlage erfolgen, um das Gewicht zu verteilen. Als Hilfsmittel eignen sich unter anderem Bretter, Leitern, Stangen, Seile oder auch Kleidungsstücke.


Bricht man selbst ins Eis ein, gilt vor allem eines: Ruhe bewahren. Die Arme sollten ausgebreitet werden, um ein weiteres Absinken zu verhindern. Anschließend versucht man, sich in jene Richtung aus dem Wasser zu ziehen, aus der man gekommen ist – dort ist das Eis in der Regel tragfähiger.


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