Pfand für Lithium-Batterien?
- Mahmut Özsöz
- 16. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) kam es im Vorjahr zu 36 größeren Brandereignissen in Recyclingbetrieben. Einer der größten und folgenschwersten Brände ereignete sich in Osttirol, wo eine Anlage vollständig zerstört wurde.
Die Ermittlungen ergaben: Auslöser des Feuers war eine unsachgemäß entsorgte Batterie beziehungsweise ein Akku.
Bis zu sechs Brände pro Tag in Recyclingbetrieben
Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) kommt es in Österreichs Entsorgungsbetrieben bis zu sechsmal täglich zu Bränden. Hauptursache sind falsch entsorgte Lithiumbatterien und -akkus. In der Branche wird der Ruf nach einem Pfandsystem für Batterien daher immer lauter.
„Ein Pfandsystem würde nicht nur die Brandgefahr deutlich reduzieren, sondern auch die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus den Batterien verbessern“, erklärt Matthias Zitterbart, Geschäftsführer des Tiroler Recyclingunternehmens Daka. Zitterbart, der die Branche in der Tiroler Wirtschaftskammer vertritt, sieht die Zeit für eine entsprechende Umstellung als gekommen an.
Pfandsumme je nach Größe der Batterie
Konkrete Pläne für ein Pfandsystem liegen bereits vor – und nicht nur sprichwörtlich in der Schublade. Wie Zitterbart gegenüber der „Krone“ bestätigt, wird ein von Entsorgungsexperten und dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) gemeinsam erarbeitetes Konzept derzeit von Wissenschaftlern auf seine Praxistauglichkeit geprüft.
„Vorgesehen ist, dass Kundinnen und Kunden Batterien sowohl im Handel als auch bei öffentlichen Recyclingbetrieben zurückgeben können“, erläutert Zitterbart einen zentralen Punkt des Modells.
Die Höhe des Pfands soll sich dabei nach der Größe des Energiespeichers richten: Von der kleinen Haushaltsbatterie bis zum E-Bike-Akku könnte die Summe laut Branchensprecher zwischen einem und 50 Euro liegen.





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