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E-Mopeds mit Kennzeichen

3. Okt.
2 Min. Lesezeit

Neue Regeln für E-Mopeds: Was sich seit 1. Oktober ändert

Was lange angekündigt war, ist seit Donnerstag Realität: E-Mopeds gelten in Österreich rechtlich nicht mehr als Fahrräder, sondern werden nun als zweirädrige Kleinkrafträder eingestuft. Die Folge: Auf Radwegen haben die Gefährte nichts mehr verloren, dafür kommen auf ihre Lenker:innen einige Pflichten zu, wenn sie künftig auf der Straße unterwegs sein möchten – darunter Zulassung, Haftpflichtversicherung, Pickerl, Mopedführerschein und Helmpflicht.


Für viele Besitzer:innen ist das ein teurer Schritt: Die zusätzlichen Kosten und fehlende Unterlagen für die nötige Genehmigung führen dazu, dass landesweit tausende E-Mopeds von einem Tag auf den anderen praktisch nicht mehr nutzbar sind. Besonders betroffen sind Liefer- und Essenszustelldienste, deren Fahrer:innen nun auf klassische E-Bikes umsteigen müssen.


Kontrollen in Wien am ersten Tag

Wie schlägt sich die neue Regelung in der Praxis – etwa in Wien, wo zuletzt rund 5.000 Essenszusteller:innen mit E-Mopeds unterwegs waren, großteils auf Radwegen? Die Polizei zeigte am ersten Tag bereits verstärkte Präsenz: An neuralgischen Punkten wie der Kreuzung Stubenring/MAK am Wiener Ring patrouillierten Streifen auf Mountainbikes, um die Einhaltung des neuen E-Moped-Verbots auf Radwegen zu überprüfen – ebenso wie die generelle Ausstattung der Räder und das Verhalten bei Ampeln. Gerade an dieser Kreuzung komme es häufig zu Unfällen durch Rotlichtmissachtung, wie eine Polizistin vor Ort schilderte.

Die Kontrollen konzentrierten sich auf mehrere stark frequentierte Standorte in der Stadt. Im Laufe des Vormittags verlagerte sich der Einsatz etwa Richtung Landstraßer Hauptstraße – eine Gegend mit vielen Restaurants, von denen aus laufend Essenslieferungen in Auftrag gegeben werden.


Für Essenszusteller:innen und andere, die bisher mit E-Mopeds auf Radwegen unterwegs waren, bedeutet die Neuregelung somit eine unmittelbare Umstellung ihres Arbeitsalltags – und für viele zusätzliche finanzielle Belastungen.

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